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Jan Augustyniak
Die Delegierten unseres Kreisverbandes für den 7. Landesparteitag der LINKEN Brandenburg

Landesparteitagsdelegierte

Unsere Berichte vom Landesparteitag in Templin

Felix Thier
Beim Geburtstagstorte anschneiden: Landesvorsitzende Diana Golze mit unseren beiden Landtagsfraktionsvorsitzenden, Kathrin Dannenberg und Sebastian Walter.

Maritta Böttcher, Regionalverband Teltow-Fläming Süd:

Ich bin in ziemlicher Sorge nach Templin gefahren. Ein Templiner Parteitag ging schon mal ziemlich schief. Umso mehr war ich erfreut, dass die Wahlen gut ausgingen. Die inhaltliche Diskussion konzentrierte sich auf das Wesentliche und die Antragsdiskussion sowie deren Ab- stimmung waren von Verantwor- tung getragen. Der Schock über das schlechte Wahlergebnis saß tief und wandelte sich um in Verantwortungs- bewusstsein! Schlussendlich zeigte sich, dass DIE LINKE in Brandenburg handlungsfähig ist und verstanden hat. Das ist eine große Chance, die wir nutzen müssen. Es gibt viel zu tun und noch mehr zu verteidigen. Die einzige Landrätin der LINKEN in Brandenburg braucht mehr als Zuspruch. Sie braucht Unterstüt- zung und ausreichend Stimmen im nächsten Jahr, um zu bleiben!

Katharina Claus, Regionalverband Trebbin-Großbeeren-Ludwigsfelde:

Mein erster Landesparteitag, ich war sehr aufgeregt, es war sehr spannend. Wir waren zu sechst, Teilnehmende sind auf dem Foto zu sehen. Ich spürte eine große Motivation und eine positive Stimmung bei fast allen Delegierten, Schulterschluss. Ich war überrascht über die vielen Redebeiträge, sie waren überwiegend sachlich und konstruktiv.

Es war deutlich, dass Hanau viele erschüttert hat, das war in den emotionalen Redebeiträgen merklich zu spüren.

Die Diskussion über die Parteitagsbeschlüsse war für mich streckenweise sehr verwirrend, da ich ständig zwischen den vorliegenden Dokumenten hin und her springen musste, aber ich habe es geschafft.

Die Abstimmungen über die Beschlussvorlagen und die Wahlen des Vorstandes waren problemlos, ich fand es sehr wohltuend, dass es fliegende Wahlurnen gab, das war sehr zeitsparend.

Auch die Unterstützung der Delegierten zur der in Templin stattfindenden Demo, Gegen Nazis, zeigte den wiedergefundenen Schulterschluss der Partei.

Was ist mein Fazit. DIE LINKE ist konstruktiv zusammengerückt und hat den Schulterschluss verinnerlicht.

Ein ganz ganz dickes Lob und ein großes Dankeschön an das Organisationsteam des Landesparteitages.

Annekathrin Loy, Ortsverband Blankenfelde-Mahlow:

Rückblickend möchte ich mich zunächst einmal bei Euch bedanken, die ihr mich auf unserer letzten Gesamtmitgliederversammlung im November 2019 zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden und als Delegierte für den Landesparteitag gewählt habt.

Der letzte Landesparteitag hatte eine vollgepackte Agenda. Der Rechenschaftsbericht der Landesvorsitzenden zur letzten Wahlperiode wurde ohne Diskussion angenommen. Die Wahlen gingen folgendermaßen aus:

  • Wir haben wieder eine weibliche Doppelspitze mit Anja Mayer (61,7%) und Katharina Slanina (85,2%);
  • Martin Günther wurde als einziger Bewerber für den stellvertretenden Landesvorsitz mit 74,8% gewählt;
  • Mario Dannenberg wurde mit 62,2% zum neuen Landesschatzmeister gewählt;
  • Stefan Wollenberg wurde mit 72,4% zum Landesgeschäftsführer wiedergewählt.

Außerdem wurden weitere zwölf Mitglieder in den erweiterten Landesvorstand gewählt. Ich bin stolz berichten zu dürfen, dass meine Premiere einer Antrittsrede auf einem Landesparteitag so positiv ausging und ich mit 81,5% in den neuen Landesvorstand gewählt wurde. Zusammen mit Anne-Frieda Reinke (91,1%), die ich bereits im Seminar "Politik im Ehrenamt" 2014 kennenlernen durfte.

Der Leitantrag wurde beschlossen, damit auch der Auftrag an den neuen Landesvorstand eine Verstärkung digitaler Formate und die Nutzung von Videokonferenzen für Veranstaltungen herbeizuführen.

Ich freue mich schon auf die Klausur des neuen Landesvorstandes, um uns über inhaltliche Schwerpunkte und Aufgabenpakete für die kommenden zwei Jahre zu verständigen.

Silvio Pape, Regionalverband Trebbin-Großbeeren-Ludwigsfelde:

Unser Landesparteitag war überschattet von den Attentaten in Hanau, vier Tage zuvor. Das Jugendbündnis Templin rief aus diesem Anlass an dem Sonntag zu einer Demonstration gegen Frem- denfeindlichkeit und Rechtsextremismus auf, der sich der Parteitag nach schnellem Einvernehmen anschloss. So fanden sich zum Demo-Beginn wir, mit etwa 70 Genossen, sowie etwa 30 vorwiegend jüngere Templiner*innen zusammen. Es war auch ein kleiner Haufen von zehn AfD-nahen »Gegendemonstranten« anwesend. Unklar, wogegen sie in Anbetracht der Ereignisse von Hanau überhaupt demonstrieren wollten.

Unsere Bundesvorsitzende Katja Kipping ging in Ihrer Eröffnungsrede bei der Demo so auch darauf ein, dass es sich in Hanau keinesfalls nur um einen psychisch kranken Einzeltäter handelt. Vielmehr muss sich die AfD zu Recht den Vorwurf gefallen lassen, mit ihrer Rhetorik, ihrem Auftreten in den Parlamenten und der Öffentlichkeit den Nährboden für Hanau, Halle und dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsiden- ten bereitet zu haben. Sie hat eine große Mitschuld an der Verrohung der Gesellschaft – online als auch im realen Leben – durch sie fühlen sich rechtsnationalistische, rassistische Gewalttäter überhaupt erst legitimiert, Ihre Vorstellungen in die Tat umsetzen zu dürfen.

Christoph Thielke, Ortsverband Blankenfelde-Mahlow:

Oftmals wird der Jugend vorgeworfen, sie würde sich nicht oder nicht genug für Politik interessieren. Die Jugend, die kümmere sich nur um sich selbst. Das diese Aussage falsch ist, sollte einer jeden Person spätestens seit Fridays for Future klar geworden sein. Die Jugend, die ist so politisiert wie seit langem nicht mehr.

Doch wie kann DIE LINKE aus diesem Phänomen profitieren. Wir müssen uns eingestehen, dass wir - ähnlich wie ein großer Teil des Parteienspektrums – ein immer höher werdendes Durchschnittsalter haben. Je länger wir dieses Problem nicht angehen, desto größer und dramatischer wird es.

Umso erfreulicher war es, auf dem Parteitag nicht nur die wortfreudige Delegation der Brandenburger linksjugend ['solid] anzutreffen, sondern auch einige junge Delegierte aus den einzelnen Kreisverbänden.

Zudem kam es zu einigen Kandidaturen aus der Jugend. Es ist sehr erfreulich, dass der neue Landesvorstand nun unter anderem aus insgesamt sechs Genoss*innen unter 35 Jahren besteht. So kann gesichert werden, dass auch in einer immer älter werdenden Gesellschaft Probleme angesprochen werden, welche uns - der Jugend - am Herzen liegen: Wie lässt sich der Klimawandel aus sozialistischer Perspektive verhindern? Wie kann die Chancengleichheit in der (Aus-)Bildung hergestellt werden? Was kann eine politische Linke dem Aufblühen des „neuen“ alten Nationalismus entgegensetzen?

Anliegen von jungen Genoss*innen sind jedoch nicht zwanghaft exklusiv, sondern können auch Anliegen der nicht mehr so jungen Generation sein. So war der LPT auch ein guter Ort für einen Austausch über die verschiedensten Themen. Und genau so ist auch die Forderung „Mehr Jugend wagen!“ zu lesen. Es bedeutet für mich eben nicht, andere Genoss*innen zu verdrängen, sondern mit eigenen Ideen anzukommen, diese auf Augenhöhe zu debattieren und durch unterschiedliche Perspektiven voranzukommen.

Felix Thier, Stadtverband Luckenwalde & Nuthe-Urstromtal:

Landesparteitag, der Siebente. Zumindest als Parteitag der LINKEN. Aber noch viel länger fahre ich nun schon relativ regelmäßig als Delegierter unseres Kreisverbandes zu den Tagungen unseres höchsten Beschlussgremiums. Das Erste Mal war ich mit 17 Jahren noch als Sympathisant zu einem Landesparteitag (LPT) der PDS in Cottbus delegiert. Viel ist seitdem passiert, viele Höhen, und leider auch Tiefen, hat unsere Landespartei seitdem durchlebt. Und auch aktuell war es auf diesem LPT bzw. im Vorfeld dessen so, dass man nicht unbedingt mit freudiger Erwartung zum LPT nach Templin in die Uckermark fahren konnte.

Freudig war jedoch dann an diesem LPT, dass wir gefeiert haben – und das lecker! Denn 30 Jahre Partei in Brandenburg galt es zu würdigen: Als PDS, DIE LINKE.PDS und DIE LINKE gestalteten und gestalten wir die Politik in diesem Land mit. - egal, ob als Opposition oder Teil der Regierung. In den frühen 1990er Jahren waren wir aus der Opposition heraus sogar mitgestaltende Kraft bei der hiesigen Landesverfassung. Das kann nicht jede der heute (noch) im Landtag vertretenden Parteien von sich behaupten.

Also, wie gesagt, gefeiert haben wir, und geschmeckt hat die Torte erst recht! Auf die nächsten 30 Jahre! Und abschließend ein Wunsch zum Geburtstag: Es wäre nicht schlimm, wenn die nächsten Jahre dann auch wieder etwas besser für uns würden.


Liebe Anne,

an dieser Stelle im Namen des Kreisverbandes nochmals herzlichen Glückwunsch zu Deiner Wahl in den Landesvorstand. Allseits gute und vor allem konstruktive Beratungen und nur gute Stimmung. Wir danken Dir, dass Du uns Genossinnen und Genossen aus Teltow-Fläming in Potsdam eine Stimme gibst. Auf zwei erfolgreiche Jahre!

Felix Thier, Kreisvorsitzender


"Luckenwalde steht links."

Theodor Fontane (1819-1898), Wanderungen durch die Mark Brandenburg

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