Jochen Neumann steht in der Stichwahl
Jetzt liegen sechs Monate Wahlkampf hinter meinem Team und mir. Es waren die sechs anstrengendsten, aber auch intensivsten Monate meines Lebens.
Als ich mich entschloss, für das Amt des Bürgermeisters unserer Stadt zu kandidieren, habe ich nicht vorhergesehen, was Wahlkampf bedeutet. Jetzt weiß ich es.
Wir haben jeden Donnerstag von 19:30 Uhr bis tief in die Nacht zusammengesessen, um jeden Satz, der öffentlich gesagt wird, gerungen, und eine Strategie entwickelt, die mich so zeigt, wie ich bin. Nah an den Bürgern mit ihren Problemen und allein darauf ausgerichtet, gute Lösungen für die Entwicklung unserer Stadt zu suchen.
Wir sind von Haus zu Haus gezogen, waren an über 1.000 Haustüren, um Bürgergespräche zu führen. Mit Abstand war das größte Thema, dass mehr für Kinder und Jugendliche gemacht werden muss.
Auch die Sauberkeit in der Stadt wurde häufig thematisiert. Zudem wünschen sich die Menschen eine lebendigere Stadt mit mehr Einzelhandelsgeschäften, einem sozialeren Miteinander, einer belebten Innenstadt und größeren Geschäften.
Wir haben viele Videos zu den Belangen der Stadt gedreht und Kaffee am Bahnhof ausgeteilt. Auf die zukünftige Wohnungssituation habe ich mit einem Zelt auf dem Boulevard aufmerksam gemacht.
Es war mir dabei immer wichtig, nicht über andere Kandidaten herzuziehen und sie mit falschen Tatsachen zu verunglimpfen. Wichtig war es von Anfang an, einen fairen und sachlichen Wahlkampf zu führen. Mit Inhalten und der Definition wichtiger Ziele für unsere Stadtentwicklung.
Ich bin parteilos und trotzdem haben über 35 Prozent der Wähler*innen mir im ersten Wahlgang ihr Vertrauen ausgesprochen. Dafür kann ich den Wählerinnen und Wählern, aber auch den vielen Unterstützern nicht genug danken. Das Wahlergebnis hat mich emotional sehr bewegt. Es stellt einen Vertrauensvorschuss dar, mit dem ich in dieser Deutlichkeit nicht gerechnet habe, aber mich auch in die Verantwortung nimmt.
Jetzt geht es darum, die Stichwahl am 19.10. zu gewinnen. Die Karten werden neu gemischt, die Uhr steht wieder auf der Null. Ich möchte als parteiloser Bürgermeisterkandidat für unsere schöne Stadt da sein, Verbesserungen herbeiführen und nicht der Ziehsohn der bisherigen Bürgermeisterin sein. Frau Herzog-von der Heide hat viel bewegt für diese Stadt. Aber jetzt gilt es, neue Impulse zu setzen. Für Sie, ihre Kinder und Enkel.
Dafür trete ich an und bitte Sie daher um Ihr Vertrauen für die Stichwahl. Für diese ist es wichtig, nochmals wählen zu gehen. Allein eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen reicht nicht aus, wenn diese das Quorum von 15 % der Wahlberechtigten nicht erreichen.
Daher bitte ich Sie, sich für diese Stadt am 19.10.2025 noch mal auf den Weg in die Wahllokale zu begeben und mir Ihr Vertrauen auszusprechen. Wenn Sie im Urlaub sind, nutzen Sie bitte die Briefwahl.
Vielen, vielen Dank dafür. Allein Sie entscheiden über die Zukunft unserer Stadt, meiner Heimatstadt seit 52 Jahren, die mir so sehr am Herzen liegt.
Ihr Jochen Neumann
"Luckenwalde steht links."
Theodor Fontane (1819-1898), Wanderungen durch die Mark Brandenburg
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