Demonstration in Luckenwalde: Der (fast) Besuch von Martin Sellner
Eine Demonstration, die schon erfolgreich war, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte?
Genau so fühlte es sich in Luckenwalde an. Selten hatte ich die Gelegenheit, eine Veranstaltung zu erleben, bei der bereits im Vorfeld so deutlich wurde, wie viele Menschen Haltung zeigen wollen – und erst recht nicht die Möglichkeit, selbst dort zu sprechen.
Rund 150 Teilnehmende versammelten sich, um ein klares Zeichen zu setzen. Begleitet wurde die Demonstration von zahlreichen Redner*innen mit unterschiedlichen Hintergründen, die jedoch ein gemeinsames Anliegen verband: Widerspruch gegen rechte Ideologien und Solidarität mit den Menschen vor Ort.
Die Stimmung war entschlossen, aber friedlich. In meinem Redebeitrag war mir besonders ein Punkt wichtig: der Blick auf die echten Probleme der Menschen in diesem Land. Während sich politische Debatten immer wieder an provokanten Schlagzeilen und rechten Erzählungen abarbeiten, geraten die alltäglichen Sorgen vieler Bürger*innen schnell in den Hintergrund.
Steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Arbeitsverhältnisse, fehlende soziale Absicherung – das sind die Themen, die Menschen tatsächlich beschäftigen. Politik darf sich nicht davon treiben lassen, wer am lautesten polarisiert, sondern muss Lösungen für den Alltag der Menschen bieten.
Personen wie Martin Sellner liefern darauf keine Antworten. Durch das Land zu touren und immer wieder dieselben Parolen zu wiederholen, löst kein einziges konkretes Problem. Viel reden, wenig han- deln – genau dieses Gefühl trägt zur Politikverdrossenheit vieler Menschen bei. Wer ständig einfache Erklärungen für komplexe gesellschaftliche Fragen anbietet, sorgt am Ende vor allem für Enttäuschung und weitere Spaltung.
Wir als Die Linke Teltow-Fläming sehen das anders. Veränderung beginnt vor Ort, im direkten Kontakt mit den Menschen. Ob beim gemeinsamen Frühstück, bei »Die Linke hilft«, bei Spendenaktionen oder Familienfesten – Politik zeigt sich auch im praktischen Handeln.
Es geht darum zuzuhören, zu unterstützen und konkrete Verbesserungen anzustoßen, statt nur über Probleme zu sprechen. Gerade deshalb dürfen wir uns nicht weiter spalten lassen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht durch Ausgrenzung, sondern durch gelebte Solidarität. Sie ist stärker als Ideologien, die auf Angst und Abwertung beruhen.
Wenn Menschen füreinander einstehen, entsteht ein Gegengewicht zu Hass und Hetze. Deshalb ist es wichtig, wachsam zu bleiben und sich nicht instrumentalisieren oder aufhetzen zu lassen. Fremdenfeindliche Rhetorik arbeitet oft mit scheinbar einfachen Antworten auf komplizierte Fragen. Doch hinter diesen Parolen steckt keine echte Lösung, sondern ein gefährlicher Irrweg. Umso wich- tiger ist es, gemeinsam für eine offene, soziale und solidarische Gesellschaft einzustehen.
"Luckenwalde steht links."
Theodor Fontane (1819-1898), Wanderungen durch die Mark Brandenburg
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