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Aktuelles aus dem Stadtverband Luckenwalde
23. Februar 2018

Bei den Ringern zu Gast

Trainer Marcus Bankert (l.) zeigt Helmut Scholz (r.) die Trainingshalle.

Auf die Matte geworfen wurde Helmut Scholz, Abgeordneter der LINKEN im Europäischen Parlament, natürlich nicht, angeschaut hat er sich diese aber schon. Wobei? Beim Besuch des Ringerstützpunktes in Luckenwalde. Anlass dazu war eine Einladung des Geschäftsführers des 1. Luckenwalder Sportclubs (1.LSC), Erik Scheidler, der Helmut Scholz gegenüber diese zum Neujahrsempfang des Landkreises Teltow-Fläming im Januar 2018 aussprach. Begleitet wurde Helmut Scholz durch Felix Thier, Mitglied des Kreistages Teltow-Fläming, dort stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses und in der Stadtverordnetenversammlung Luckenwalde ebenso Mitglied im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport.

Gesprächspartner am Nachmittag des 23. Februar waren dann Vereinspräsident Jörn Levermann, Vizepräsident und Geschäftsführer Erik Scheidler und Marcus Bankert, Sichtungstrainer des Ringer-Verbandes Brandenburg. Der Standort Luckenwalde hat im Ringkampfsport eine lange Geschichte. Am 11. Oktober 1897 wurde der Vorläufer des heutigen 1. LSC, der 1. Luckenwalder Athletenklub „Adler 1897“ gegründet.

Das heutige Trainingsgebäude wurde Anfang der 1990er Jahre auch mit europäischen Mitteln umfangreich saniert und modernisiert. Der Standort wurde, auch in Anerkennung des Gewinns der Silbermedaille bei Olympia 1992 in Barcelona durch den in Luckenwalde trainierten Heiko Balz, zum Bundesstützpunkt Ringen erklärt.

In der seit einiger Zeit vom Spitzenverband diskutierten Sportreform soll es im Land Brandenburg nur noch einen Spitzensportstandort geben – Favorit hierfür ist Frankfurt (Oder). So oder so ist das Ziel des 1. LSC jedoch, Luckenwalde als Sportstandort zu erhalten und im Ringkampfsport ein starker Verein zu bleiben. Auch, wenn man ab 2019 wohl in Luckenwalde kein Bundesstützpunkt mehr sein wird.

Der Verein selbst lebt durch seine starke Mannschaft und das Mittun der vielen ehrenamtlichen Kräfte. Der 1.LSC hat zum Ziel, mit seiner Mannschaft weiter aufzusteigen, der Fokus liegt hier sehr auf dem eigenen Nachwuchs. Insbesondere die ehrenamtlichen Trainer achten bei dem viermal in der Woche stattfindenden Training auf die beste Ausbildung der Eigengewächse.

Präsident Levermann betonte, dass man sich im vereinseigenen Olympiaprojekt das Ziel gesetzt habe, vier eigene Ringer in unterschiedlichen Gewichtsklassen so fit zu machen, dass mindestens einer von ihnen sich für Olympia 2020 qualifizieren kann. Die Vereinsgeschichte mit Olympiamedaillengewinnern, Weltmeister- und Europameistertiteln sowie dem mehrmaligen Gewinn des Vizemeistertitels beim Mannschaftsringen und dem deutschen Meistertitel in der Saison 2005/2006 gibt Anlass zur Hoffnung. Auch das Land Brandenburg sieht das so und unterstützt das Projekt durch das Sportministerium finanziell.

Sichtungstrainer Marcus Bankert betonte, dass Kinder als Ringernachwuchs begeistert und geworben werden müssen. Wichtig sei hier auch der Kontakt zu den Eltern. Marcus Bankert besucht regelmäßig landesweite Wettkämpfe und den Sportunterricht der 6. Klassen in den Schulen. Hier werden die möglichen Ringer von morgen aktiv gesucht. Es gilt Interesse bei den Kids zu wecken, zweiter Schritt ist dann deren Besuch einer Ringer-Arbeitsgruppe (AG) innerhalb der schulischen Sport-AG. Drittens kommt dann im Erfolgsfall das Training im Verein zu Stande. Daher ist es insbesondere für den Standort Luckenwalde wichtig, dass die Eliteschule des Sports, die sportbetonte Oberschule Friedrich-Ludwig-Jahn, in Luckenwalde bestehen bleibt.

Ein Problem sieht der 1. LSC allerdings darin, dass die Oberschule nur bis zur 10. Klasse führt. Bisher konnte das Abitur, wenn gewünscht, dann in Kooperation mit dem ortsansässigen Oberstufenzentrum abgelegt und die Ringertalente so am Ort gehalten werden. Mit dem Fokus auf nur noch einen Stützpunkt will der Ringerverband aber gern die jungen Athleten dann nach Frankfurt (Oder) holen. Schwierig, Jugendliche in dem Alter aus ihrem gewohnten Umfeld zu holen, Freunde und Vertrautes zurücklassen zu müssen. Man sieht also, die Sportschule sichert auch das Überleben des Ringerstützpunktes …

Abschließend stellten Helmut Scholz und Felix Thier als sein Begleiter noch die Frage, inwiefern denn das politische Ziel „Integration durch Sport“ im Verein gelebt werde. Luckenwalde als sogenanntes Mittelzentrum verfügt u. a. über ein Wohnheim für Geflüchtete und auch allgemein sind in den letzten Jahren zunehmend Geflüchtete in der Region willkommen geheißen worden. Gerade die jungen Männer suchen sportliche Betätigungsfelder, das Ringen im Verein kommt da gerade recht. Da in jungen Altersstufen die Jungs im 1.LSC aber auch noch mit den Mädchen ringen und trainieren, gab es hier natürlich erwartbar anfänglich erste Probleme und Berührungsängste. Dem begegnete man im Verein und Wettkampf aber ganz praktisch: Wer gewinnen und nicht verlieren möchte, muss ran! Integration durch Sport – es kann funktionieren.

Felix Thier, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Luckenwalde, Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport

27. Januar 2018

27. Januar: Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Auch in diesem Jahr gedachten Mitglieder und SympathisantInnen der LINKEN Teltow-Fläming am 27. Januar der Opfer des Nationalsozialismus.

So lud u.a. der Stadtverband Luckenwalde an den Gedenkstätten am Stadtpark und auf dem Stalag-Friedhof zum Stillen Gedenken und legte dort Blumengebinde nieder.

Text und Foto: Manfred Thier

19. November 2017

Totenehrung zum Volkstrauertag

Mitglieder der Fraktion DIE LINKE/ Bauernverband der Stadtverordnetenversammlung gedachten auf dem Luckenwalder Waldfriedhof.

Wir denken heute

an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken

der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,

die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer,

die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen die Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern

um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Ausland ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer,

die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.

Landrätin Kornelia Wehlan (DIE LINKE) auf der Gedenkveranstaltung des Landkreises Teltow-Fläming anlässlich des Volkstrauertages 2017 an den Kriegsgräbern auf dem Gemeindefriedhof Dobbrikow, Gemeinde Nuthe-Urstromtal.

13. Juli 2017

Spatenstich für neue Kita in Luckenwalde

Vize-Landrätin Kirsten Gurske (2.v.r.) beim Fototermin während des Spatenstiches.
Richtete sich im Namen des Landkreises Teltow-Fläming an die Anwesenden: Vize-Landrätin Kirsten Gurske.

Die Kreisstadt Luckenwalde ist entgegen zahlreicher Prognosen der letzten Jahre seit gut zwei Jahren mit "Wachstumsschmerzen" konfrontiert: Zuzüge und Geburten übersteigen deutlich die Wegzüge und Todesfälle. Die Metropole Berlin strahlt aus und es hat sich herumgesprochen, dass man von Luckenwalde u.a. mit der Bahn in weniger als einer Dreiviertelstunde am Potsdamer Platz im Herzen der Bundeshauptstadt ist. Junge Familien siedeln sich in der Kreisstadt an, Kinder werden geboren und brauchen Betreuungsplätze, u.a. in Kindertagesstätten. Davon hatte Luckenwalde bisher schon einige - allein, das Platzangebot reichte nicht mehr aus.

Seit vielen Monaten beschäftigte sich daher auch die Luckenwalder Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema, Lösungsvorschläge wurden diskutiert und schließlich mehrere Bausteine als Handlungskonzept in Umsetzung gebracht. So werden an bestehende Kitas Anbauten vorgenommen, diese also erweitert. Dies geschieht zum Beispiel mit der Kita "Rundbau". Ferner wird mit Hilfe des Diakonischen Werkes eine Eltern-Kind-Gruppe gegründet, zehn Kinder von ein bis unter drei Jahren werden hier Betreuung finden. Die Stadt hat sich auch die Gewinnung zusätzlicher Tagespflegepersonen auf die Fahne geschrieben. Ebenso werden Kitas in modularer Bauweise temporär errichtet, landläufig und wenig passend als "Container" bezeichnet - gut ausgestattete, kindgerechte Spielparadiese, welche alle gesetzlichen Sicherheitsvorschriften erfüllen und auch nur als Zwischenlösung anzusehen sind. Und letztlich kommt es noch zu Kita-Neubau. So vorgesehen mit der evangelischen Kita in der Baruther Straße, deren Spatenstich heute im Beisein der Vize-Landrätin, Kirsten Gurske, und einigen Stadtverordneten, u.a. auch von der LINKEN, erfolgte. Auf über 1.000 Quadratmetern Grundfläche und 2.400 Quadratmetern Außenanlagen finden hier demnächst 90 Kinder Platz um zu spielen, zu lernen und gemeinsam aufzuwachsen.

Die Stadt Luckenwalde rechnet durch die vorgenannten Maßnahmen mit einem Zugewinn von 110 Betreuungsplätzen bei den unter Dreijährigen sowie 93 Plätzen für über Dreijährige - das alles fußend auf Kosten von etwa 2.069.000 Euro, die aus dem städtischen Haushalt bereitgestellt werden.

Text und Fotos: Felix Thier, Stadtverordneter, Fraktion DIE LINKE/BV