F. Thier
Blick auf das Luckenwalder Turmfest
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F. Thier
Stadttheater Luckenwalde
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Unter den Tagesordnungspunkten 5.3 und 5.4 wurden heute der Abschluss von Verträgen für das Stadttheater Luckenwalde 2027 und für das 35. Luckenwalder Turmfest 2027 beraten.
Zum Stadttheater hat die Verwaltung die Stadtverordneten darüber informiert, dass die qualitative Weiterentwicklung des Veranstaltungsprogramms zu einer Steigerung der Erträge führte, was natürlich positiv zu werten ist. Dem standen wiederum aber auch erhöhte Aufwendungen gegenüber. Dies sei im Wesentlichen auf marktbedingte Preissteigerungen bei künstlerischen Leistungen sowie auf gestiegene GEMA-Gebühren zurückzuführen.
Die Entwicklung der Erträge bestätige, dass ein attraktives Veranstaltungsangebot wesentlich zur Stabilisierung und Steigerung der Eigenmittelerlöse beitrage. Gleichzeitig führten die allgemeinen Kostensteigerungen zu einer zunehmenden Belastung der verfügbaren Haushaltsmittel, so die Information. Die Mittelbewirtschaftung erfolge daher weiterhin unter Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit mit dem Ziel, die Programmqualität, die Wettbewerbsfähigkeit des Stadttheaters sowie die erforderlichen begleitenden Marketingmaßnahmen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel in Höhe von 78.500 Euro sicherzustellen.
Die Beschlussvorlage zum Stadttheater wurde von den Stadtverordneten einstimmig beschlossen. Damit wird der Verwaltung gestattet, zur Vorbereitung und Durchführung des Theaterbetriebes im Jahr 2027 Verträge bis zu einer Höhe von 78.500,00 EUR (brutto) abzuschließen.
Bürgermeister Jochen Neumann (parteilos) hat mit Amtsantritt das Turmfest-Konzept zu Recht vom Kopf auf die Füße gestellt. Oberstes Ziel waren Einsparungen bei den Ausgaben städtischer Mittel, bei gleichzeitiger Steigerung der Qualität des Turmfestes.
Das angepasste Konzept habe nach Sicht der Verwaltung die angestrebte Neuausrichtung erfolgreich unter Beweis gestellt. Durch die Fokussierung auf lokale Akteur*innen und die Verlagerung vieler Aufgaben auf städtisches Personal, konnte die lokale Verankerung gestärkt und die Identifikation der Bürger*innen mit dem Fest gefördert werden. Der freie Eintritt habe maßgeblich dazu beigetragen, das Turmfest als inklusives Familienfest im Herzen der Stadt zu etablieren.
Die Auswertung des Turmfestes 2026 zeige jedoch auch die notwendigen Anpassungsschritte für die kommenden Jahre auf. Ein steigendes Besucheraufkommen führe zum Beispiel zwangsläufig zu einem erhöhten Aufwand bei der Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, dem Verkehrsmanagement sowie der allgemeinen Infrastruktur. Um die Planungssicherheit für alle beteiligten Akteur*innen (Schausteller*innen, lokale Vereine, Sponsor*innen) zu gewährleisten und die hohe Qualität sowie die Sicherheit des Festes auch bei steigenden Besucherzahlen garantieren zu können, sei eine angemessene Aufstockung des Planansatzes erforderlich. Die Verwaltung beantragte daher in der Beschlussvorlage die Freigabe von bis zu 170.000 Euro. Das stellt im Vergleich zum Turmfest 2026 einen um knapp 10.000 Euro höheren Plansatz dar.
In der Abstimmung waren die Fraktionen GfL und BfL gegen die Turmfest-Beschlussvorlage, alle anderen Fraktionen waren dafür - mehrheitlich beschlossen. Warum GfL und BfL mit Nein stimmten, würden wir hier gern mitteilen, können wir aber nicht. Es gab zu der Beschlussvorlage keine Debatte beziehungsweise weder eine Wortmeldung von GfL noch BfL.
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