Was wir auf kommunalpolitischer Ebene für eine gute Gesundheitsversorgung tun können, tun wir!
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Auf dem Papier ist der Landkreis Teltow-Fläming mit Kinderärzt*innen überversorgt. Im Fall von Kinderärzt*innen hat die kassenärztliche Vereinigung festgelegt, dass sich deren Zuständigkeitsregion an den Grenzen der Landkreise ausrichtet.
In unserem Fall ballen sich viele Ärzt*innen im Norden Teltow-Flämings, während im Süden ein Mangel herrscht.
Der Knackpunkt: Durch die theoretische Überversorgung werden geschlossene Praxen nicht nachbesetzt. Wird im Süden also ein Standort geschlossen, müssen die Menschen bis in den Norden reisen, um ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können.
Das ist fatal. Mit einem Kind mit 40 Grad Fieber aus dem Süden Teltow-Flämings bis nach Blankenfelde-Mahlow fahren zu müssen, ist eine Zumutung! Solche Fälle gehen eher alle wieder zusätzlich in die Notaufnahmen der Krankenhäuser und die Überlastung dieses Personals steigt drastisch an.
Im Ergebnis besteht also dringender Handlungsbedarf. Kinderärzt*innen zu finden, ist auf dem aktuellen Stellenmarkt quasi die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Daher will die Stadt Luckenwalde der MVZ Richter Luckenwalde GmbH bis zu 30.000 EUR zweckgebunden zur Verfügung stellen. Mit dem Geld soll ein auf medizinische Berufe ausgerichtetes Personalberatungsunternehmen beauftragt werden, einen ambulant tätigen Kinderarzt bzw. eine Kinderärztin oder Allgemeinmediziner*in mit dem Schwerpunkt Pädiatrie/Kinderheilkunde für Luckenwalde zu gewinnen.
Damit leistet die Stadt bzw. die hiesige Kommunalpolitik einen wichtigen und ihr möglichen Beitrag zur Entspannung der Lage. Am Grundproblem der medizinischen Versorgung ändert sich leider wenig. Wir bleiben dabei: Gesundheit ist keine Ware! Man soll damit kein Geld verdienen, medizinische Versorgung soll sich nicht rechnen müssen.
Den Tagesordnungspunkt und die detaillierte Ausführung zum Thema finden Sie hier.
Die Stadtverordneten votierten zur Beschlussvorlage einstimmig mit Ja.
Da namentliche Abstimmung beantragt wurde, finden Sie hier die Voten. | David Bode (GfL): Ja | | Hans Buchner (SPD): Ja | | Franziska Eppinger-Hübner (parteilos): nicht anwesend | | Marie-Luise Goedicke (Die Linke): Ja | | Matthias Grunert (SPD): Ja | | Elisabeth Herzog-von der Heide (Bürgermeisterin, SPD): Ja | | Manuel Hurtig (GfL): Ja | | Dr. Anja Jürgen (LÖS): nicht anwesend | | Katrin Kerlikofsky (SPD): nicht anwesend | | Jens-Michael Knaak (GfL): Ja | | Andreas Krüger (Bauernverband): nicht anwesend | | Jochen Kubick (GfL): Ja | | Bert Lindner (GfL): Ja | | Ralf Lindner (GfL): Ja | | Tobias Mehrländer (CDU): Ja | | Carsten Nehues (CDU): Ja | | Matthias-Eberhard Nerlich (FDP): Ja | | Monika Nestler (Die Linke): Ja | | Jochen Neumann (Die Linke): Ja | | Tom Ritter (B90/Grüne): nicht anwesend | | Ronny Springer (CDU): Ja | | Rainer Stock (SPD): Ja | | Harald-Albert Swik (SPD): Ja | | Andreas Teichert (parteilos): Ja | | Felix Thier (Die Linke): nicht anwesend | | Nadine Walbrach (CDU): Ja | | Michael Wessel (CDU): nicht anwesend | | Ramon Wittich (GfL): nicht anwesend | | Martin Zeiler (Die Linke): Ja |
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