Fraktion Die Linke/BV/LÖS/Die PARTEI-PDS
LUK live – Bericht aus dem Luckenwalder Stadtparlament Ausgabe Januar 2025

Foto : F. Thier

Das Rathaus am Markt ist der Ort der Luckenwalder Stadtpolitik.

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Schwerpunkte dieser Sitzung des Stadtparlamentes
  2. Wir haben nachgefragt.
  3. Termine bis zur nächsten Sitzung des Stadtparlamentes
  4. Für den weiteren Durchblick: Einblicke
  5. Impressum zum Inhalt dieses Newsletters

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

Das Foto zeigt die Mitglieder der Fraktion Die Linke/BV/LÖS/Die PARTEI-PDS des Luckenwalder Stadtparlaments.

privat

Die Mitglieder der Fraktion Die Linke/BV/LÖS/Die PARTEI-PDS: Jochen Neumann, Andreas Krüger, Monika Nestler, Felix Thier, Marie-Luise Goedicke, Martin Zeiler und Dr. Anja Jürgen (v. l. n. r.)

Was ist unser Ansinnen mit "LUK live"? Wir wollen berichten, Sie einladen, sich über die Politik in unserer Heimatstadt selbst ein Bild zu machen. Nicht jede und jeder findet schließlich den Weg zu den Sitzungen des Stadtparlamentes und nimmt dort auf den Gästestühlen Platz. Daher soll dies ein Angebot sein, sich über das Geschehen in der Stadtverordnetenversammlung aus unserer Sicht zu informieren, also mit einem Blick der Linken.

Vordergründig wollen wir hier nicht jeden einzelnen Tagesordnungspunkt der Sitzung wiedergeben oder gar erläutern. Wenn Sie jedoch zu bestimmten Punkten an uns Fragen haben, so melden Sie sich gern. Hier in diesem Newsletter soll es um Schwerpunkte und Höhepunkte der Sitzungen gehen. Wir geben eine schnelle und kurze Information, sind also am Grundgedanken eines Newsletters ausgerichtet – eben LUK live.

Wir wünschen eine informative Lektüre!

Fraktion Die Linke/BV/LÖS/Die PARTEI-PDS in der Stadtverordnetenversammlung Luckenwalde

 
 

Schwerpunkte dieser Sitzung des Stadtparlamentes

 

Einbringung Haushalt 2025

ausgeglichener Haushalt nur noch durch weiteren Griff in die Rücklage möglich

 

Das Foto zeigt den Ausschnitt einer Euro-Münze.

Photocase

Einnahmen, Ausgaben - was plant die Stadt Luckenwalde im Jahr 2025? Die Debatte ist gestartet.

Einnahmen erhöhen und Ausgaben senken - das war das Fazit, welches die Kämmerin heute bei der Vorstellung des Haushaltsplanes 2025 am Ende ihres Vortrages zog. Nachfolgend geben wir einige Eckwerte wieder.

Aktuell laufen die Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst. Wie der Abschluss ausfallen wird, ist unklar und damit die erste Unbekannte in der städtischen Haushaltsplanung. Die nächste Unbekannte ist die Höhe der Kreisumlage für 2025. Diese soll erst in der April-Sitzung des Kreistages mit dem Haushalt des Landkreises beschlossen werden. Klar ist schon heute, dass die Schlüsselzuweisung des Landes um gut eine Million Euro sinkt. Dies sind also die Vorzeichen.

Der gesamte Fehlbetrag, also das Delta zwischen den nötigen Ausgaben zu den verfügbaren Einnahmen, beträgt im städtischen Haushaltsplanentwurf mehrere Millionen Euro. Ein Großteil der geplanten Ausgaben geht in die Kitas, die Kreisumlage sowie in die Gewerbesteuerumlage. Ebenso wird viel für die Unterhaltung der städtischen Gebäude, dazu zählen auch die Energiekosten, und Grundstücke gesteckt. Und auch die Personalkosten sind eine Größe.

An Investitionen sind über sechs Millionen Euro als Ausgabe geplant. Eine halbe Million davon soll in den Brand- und Katastrophenschutz gesteckt werden. Die Digitalisierung unserer Grundschulen und der Oberschule sowie deren Umbau zu modernen, klimagerechten und barrierefreien Lernorten ist ebenfalls gesetzt. Geld geht in den Umbau der Kita Weichpfuhl wie auch der Kita Poststraße. Unterstützt werden soziale Einrichtungen wie das Haus Sonnenschein, die Tafel und die Notunterkunft. Unter anderem Zuschüsse für die Sozialarbeit gehen in die Jugendeinrichtungen KLAB, Go7 und Treffpunkt 29.

Die Unterhaltung von sechs städtischen Sporteinrichtungen – Sporthallen und Sportplätze sowie Stadien – ist mit rund 500.000 Euro abgesichert. In die Therme sollen 200.000 Euro für ein neues Kassensystem sowie neue Spindschlösser investiert werden. Der Zuschuss der Stadt zum laufenden Betrieb der Therme wird mit 800.000 Euro veranschlagt. In das Freibad sollen für Unterhalt und Zuschuss 100.000 Euro gehen.

Beim Stadtumbau wird auf die Siedlungen Am Anger sowie Auf dem Sande fokussiert. Auch die Schaffung des Mehrgenerationenhauses in der Poststraße ist mit mehreren hunderttausend Euro beplant. Straßenbau soll in der Dessauer Straße sowie im Ortsteil Kolzenburg für die Anbindung der Fläming-Skate erfolgen. Straßenunterhaltung ist ein weiterer Posten. So sind für die abschließende Umstellung der letzten Straßenlaternen auf LED etwa 300.000 Euro vorgesehen.

Grünflächen, Spielplätze und vieles mehr müssen gepflegt und unterhalten werden. Hierfür ist unter anderem der Luckenwalder Bauhof zuständig. Damit er das schafft, benötigt er entsprechende Technik. Für neue Fahrzeuge und Leasingraten sind rund 600.000 Euro durch die Verwaltung vorgeschlagen worden.

In Zusammenfassung von all dem war am Ende der Präsentation der Kämmerin das Fazit, dass, wenn es in der gleichen Größenordnung in den kommenden Jahren so weitergehe, die Stadt sich spätestens im Jahr 2028 in der Haushaltssicherung befände. Genau dann sei nämlich die aktuell noch rund 15 Millionen Euro betragende Rücklage aufgebraucht.

Aufgabe von Stadtverordneten und Verwaltung ist nun, alle Positionen – also Ausgaben wie Einnahmen – zu hinterfragen und zu prüfen, wie das erste gesenkt und das zweite erhöht werden kann.

Die Haushaltslage ist angespannt. Sich der Lage zu verweigern und den Haushalt pauschal abzulehnen, ist aber kein konstruktiver Beitrag. Und wird am Ende auch keiner und keinem gewählten Stadtverordneten und der daraus erwachsenen Verantwortung gerecht.

Wir werden uns in die Haushaltsberatung in den kommenden Wochen konstruktiv-kritisch einbringen und erwarten das von allen anderen Fraktionen ebenso.

Der Haushalt wird als Vorlage nun in den Gremien beraten. Die Beschlussfassung ist dann für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4. März geplant.

 

Bildung eines Seniorenbeirates und eines Behindertenbeirates

Unsere Fraktion will mehr Menschen in die Politik einbinden.

 

Das Foto zeigt in der Nahaufnahme einen Rollstuhl und die Hand einer älteren Person. Auf das Foto ist der Text "Wir brauchen Barrierefreiheit für die Teilhabe aller Menschen!".

Auch über Barrierefreiheit beraten Beiräte - ein Grund mehr, die Beiräte zu stärken und noch breiter in unserer Gesellschaft zu verankern.

Im Landkreis Teltow-Fläming bestehen im überwiegenden Teil der Städte und Gemeinden Senioren- und Behindertenbeiräte. Dadurch wird der Akzeptanz der Seniorenvertretungen ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit verbundenen Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung muss die politische Teilhabe und Mitbestimmung von Seniorinnen und Senioren sowie Behinderten gestärkt werden.

Aktuell gibt es in Luckenwalde "nur" einen Senioren- und Behindertenbeauftragten. Wir wollen das auf breitere Füße stellen und die Beteiligung und Einbeziehung von noch mehr Menschen ermöglichen. Deswegen wollen wir zum Beispiel, dass die Mitglieder des Behindertenbeirates aus möglichst vielen Altersgruppen kommen sollen.

Seniorenbeiräte und Behindertenbeiräte tragen dazu bei, dass Entscheidungen der kommunalen Politik und Verwaltung Legitimation erfahren können, indem sie sich bei verschiedenen Sachverhalten schon während des Entscheidungsfindungsprozesses aktiv beteiligen.

In der Hauptsatzung der Stadt Luckenwalde ist bisher geregelt, einen Beauftragten für diese Themen zu berufen. Für die Wahlperiode 2024 bis 2029 wurde bisher kein Beauftragter neu berufen. Um die Interessenvertretung der Seniorinnen und Senioren sowie der Behinderten nicht nur über einen Beauftragten zu gewährleisten, stellte unsere Fraktion daher diesen Antrag.

Zur weiteren Beratung wurde der Antrag bzw. die Beschlussvorlage an den Fachausschuss überwiesen.

 

Gegen das Vergessen der Bücherverbrennung in Luckenwalde

Unsere Fraktion will die Erinnerung an ein trauriges Kapitel Luckenwalder Stadtgeschichte in den Fokus rücken.

 

Das Foto ist eine schwarz-weiß Aufnahme einer brennenden Synagoge, dazu steht "In Erinnerung an die Novemberpogrome von 1938: "Nie wieder" ist jetzt.".

Erst brannten Bücher, dann brannten Häuser. Am Ende verbrannten Menschen. Gegen das Vergessen! Für ein Nie Wieder!

Am 7. April 1933 fielen zahlreiche Bücher auf dem Luckenwalder Marktplatz den Flammen zum Opfer. Dieses Ereignis markiert eine der ersten Bücherverbrennungen nach der Machtergreifung Hitlers und damit eines der dunkelsten und barbarischsten Kapitel der deutschen Geschichte.

Die Erinnerung daran muss lebendig gehalten werden und von Menschen getragen werden, die mit gutem Beispiel vorangehen. Als Stadtverordnete und gewählte Repräsentantinnen und Repräsentanten der Luckenwalder Bevölkerung sehen wir uns in der Pflicht, dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Über die Art und Weise des Gedenkens wollen wir mit den anderen Fraktionen reden. Daher haben wir unseren Antrag heute eingebracht und die Überweisung in den Fachausschuss beantragt. Dem wurde so gefolgt.

 
 

Wir haben nachgefragt.

 

Anfragen an die Bürgermeisterin

 

Die Grafik zeigt viele Fragezeichen in grau, eines in der Farbe rot.

Mit Anfragen an die Bürgermeisterin haben die Stadtverordneten das Recht und die Möglichkeit, die Verwaltung zu kontrollieren bzw. so auf Probleme hinzuweisen. Unsere Anfragen und die Antworten der Verwaltung darauf finden Sie hier.

 
 

Termine bis zur nächsten Sitzung des Stadtparlamentes

 
Das Foto zeigt die Nahaufnahme eines Kalenders.

Termine, Termine, Termine ...

Alle Angaben ohne Gewähr, etwaige Änderungen möglich! Die aktuellen Termine des Stadtparlamentes finden Sie hier. Alle Sitzungen sind öffentlich.

Die nächste öffentliche Sitzung unserer Fraktion ist voraussichtlich am:

  • 06.02., 18:30 Uhr, Beratungsraum im Heimatmuseum, 14943 Luckenwalde
 
 

Für den weiteren Durchblick: Einblicke

 

Zeitung der Linken in den Kommunalparlamenten Teltow-Flämings

 

Das Foto zeigt einen Ausschnitt der Titelseite der Zeitung "Einblicke" der Linken Teltow-Fläming.

Einblicke - Zeitung der Linken in den Kommunalparlamenten des Landkreises Teltow-Fläming

Alle zwei Monate erscheinen die Einblicke. Das ist die Zeitung der Linken in den Kommunalparlamenten Teltow-Flämings, also der Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen. Hier berichten unsere Mandatsträger*innen über ihr Wirken und die Arbeit in den Gremien. Das tun wir, damit Sie nachvollziehen können, wie Links wirkt und womit sich Politik vor Ort beschäftigt.

Die Einblicke finden Sie hier.

Noch einfacher ist es, wenn Sie sich die Einblicke direkt nach deren Erscheinen von uns gratis per E-Mail senden lassen. Das können Sie hier.

 
 

Impressum zum Inhalt dieses Newsletters

 

Diesen Newsletter erhalten Sie, weil Sie entweder Mitglied der Linken sind und / oder Sie bekommen ihn, weil Ihre E-Mail-Adresse in unserem Newsletter-Verteiler eingetragen wurde. Zum Ein- und Austragen aus diesem Verteiler schreiben Sie uns bitte eine kurze E-Mail.

Fraktion Die Linke/BV/LÖS/Die PARTEI-PDS in der Stadtverordnetenversammlung Luckenwalde

Felix Thier, Fraktionsvorsitzender

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