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14. August 2015

Fläche Sperenberg – wie kann diese Fläche entwickelt werden?

Monika Nestler

Seit der Wende ist das Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Kummersdorf-Gut ohne Nutzung. Was tun - diese Frage haben sich die beiden Kommunen Nuthe-Urstromtal und Am Mellensee gestellt. Geht man in die Historie, kann man feststellen, dass dieses Areal seit 1875 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges für die Erforschung von Kriegswaffen genutzt wurde.

Nach der Wende wurde diese Fläche von den sowjetischen Streitkräften als Militärflugplatz und Ausbildungsstätte für Logistik genutzt. Seit dem Weggang der sowjetischen Streitkräfte in den neunziger Jahren ist das Areal ungenutzt. Die Option, einen Flugplatz zu bauen, wurde verworfen - aber über die Fläche wurde eine Planungssperre verhängt, die eine wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung unmöglich machte. Von Beginn an haben sich Nuthe-Urstromtal und Am Mellensee für eine Entwicklung auf dem Areal eingesetzt. Nach zähen Verhandlungen wurde ein Teil des Areals dem Land Brandenburg übertragen. Seitdem werden Ideen zur wirtschaftlichen und nachhaltigen Entwicklung verfolgt, auch unter Berücksichtigung der Errichtung eines Museums in der Natur. Die Forderungen nach neuen Formen der Netzintegration und Speicherung von Erneuerbaren Energien ist hier auf fruchtbaren Boden gefallen. Um eine derartige Idee umsetzen zu können brauchen, sind Verbündete erforderlich.

So waren wir Bürgermeister uns einig: wir brauchen unsere Wirtschaftskerne Luckenwalde und Ludwigsfelde mit im Boot. Und weil die Ideen sich weiter entwickelten, können wir auch Trebbin nicht außen vor lassen. So wurde sich natürlich auch nach Partnern aus der Forschung und Wirtschaft umgeschaut. Der Gedanke wurde mit Leben erfüllt, in dem am 11. April 2014 eine gemeinsame Absichtserklärung der fünf BürgermeisterInnen von Am Mellensee, Nuthe-Urstromtal, Luckenwalde, Ludwigsfelde und Trebbin eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft „MultiEnergie Kraftwerk Sperenberg“ zu bilden.

Als Projektpartner ist die ENCON.Europe GmbH mit dabei. Mit der Entwicklung dieses Areals in Sperenberg erhoffen wir uns eine nachhaltige Wertschöpfung für die gesamte Region und einen Beitrag für die Umsetzung der Klimaschutzziele zu leisten. Betonen möchte ich natürlich, dass wir auch hierbei die Integration der Denkmalsituation und des Naturschutzes nicht aus den Augen verlieren und die historische Bedeutung mit der Forschung und Erzeugung Erneuerbarer Energien verbinden wollen.

Monika Nestler, Bürgermeisterin Nuthe-Urstromtal