
DIE LINKE. im Landtag Brandenburg
linksjugend ['solid] Brandenburg
Kirsten Gurske (Vize-Landrätin)

Mahnendes Gedenken auch in der Stadt Luckenwalde
Am 27.Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von den sowjetischen Truppen befreit. Auschwitz steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Menschen, die vom Nazi-Regime verfolgt und umgebracht wurden.
Die Veranstaltung der Stadt Luckenwalde zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus fand am 27. Januar 2012 im Foyer des Rathauses statt. Nach dem ergreifenden Lied „Die Moorsoldaten“ las Frau Dr. Heidemarie Migulla, Mitglied der Linksfraktion und Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, aus dem Buch „Meine unruhigen Jahre“ von Erwin Geschonneck vor. Der 2008 verstorbene Schauspieler war von 1939 bis 1945 in mehreren Konzentrationslagern inhaftiert und hat in diesem Buch seine furchtbaren Lebenserinnerungen beschrieben.
Ob es an der verschlossenen Rathaustür gelegen hat weiß ich nicht, es waren nur sehr wenige Einwohner der Einladung zur Gedenkveranstaltung gefolgt. Wenn nicht die Mitglieder der Partei DIE LINKE im Foyer gestanden hätten, wäre die Bürgermeisterin mit der Presse fast alleine gewesen.
Nach der Veranstaltung im Rathaus versammelten sich die Mitglieder der Linkspartei am eigentlichen Denkmal für die Opfer des Faschismus am Stadtpark um der Opfer des NS-Regimes zu gedenken.
Luckenwalde hat auch eine NS-Geschichte, denn nach dem Überfall auf Polen im September 1939 wurde das Kriegsgefangenenlager „Stalag III A“ errichtet.
Ein erstes Denkmal für diese Opfer wurde unmittelbar nach Kriegsende von der VVN im Haag, nur wenige Meter vom damaligen sowjetischen Ehrenfriedhof errichtet. Nachdem der Friedhof aufgelöst und die Toten auf den Waldfriedhof umgebettet wurden, wurde dieses Denkmal abgerissen.
Das Denkmal vom sowjetischen Friedhof vom Haag wurde zum Waldfriedhof versetzt. 1979 erbaute man ein neues Denkmal am Rand des Stadtparks als Zentrum einer kleinen Platzanlage mit Hain. Dieses Denkmal wurde 2010 für mehr als 30.000 Euro instandgesetzt. In der Dokumentation „Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus“ der Bundeszentrale für Politische Bildung weisen der Heimatforscher Dietrich Maetz und der Leiter des Heimatmuseums Roman Schmidt darauf hin, dass die "zentrale Gedenkstätte“ am Stadtpark nicht nur den Stalag-Opfern, sondern allen Opfern des Faschismus gewidmet war.
Warum kann die Ehrung der Opfer des Nazi-Regimes nicht an diesem Denkmal, an einem zentralen und öffentlichen Platz, gemeinsam mit allen demokratischen Kräften, so wie es bis 2010 Tradition in der Stadt Luckenwalde war, stattfinden?
Regina Thier
Offenlegungsbeschluss Zapfholzweg II am 27. September in der SVV gescheitert

Die Fraktion der Linkspartei steht nach wie vor zur Entwicklung eines Industriegebietes am Zapfholzweg, aber nicht mit einer Biogasfabrik. Diese Bedenken haben nicht nur die Mitglieder die Linksfraktion sondern auch einzelne Stadtverordnete der SPD, CDU und FDP, was im namentlichen Abstimmungsverhalten deutlich wurde. Damit stehen diese Abgeordneten nicht allein da, sondern sie vertreten den Willen von ca. 20% der Wahlberechtigten in Luckenwalde, die dies in Unterschriftenaktionen und Einwendungen deutlich machten.
Mit dem gestellten Antrag zur rechtlichen Prüfung eines generellen Ausschlusses einer Biogasanlage oder deren Größenbegrenzung in einem Industriegebiet geht es um fachliche Klarheit, damit man sachlich entscheiden kann. Diese Hausaufgabe hat die Verwaltung im Vorfeld der Entscheidungsfindung nicht bzw. sehr ungenügend ausgeführt. Wenn man mit den Zahlen, die der mögliche Investor benannt hat, den Selbstbindungsbeschluss ausstattet, um damit die Ansiedlung einer Biogasanlage angeblich verhindern zu wollen, ist dies mehr als fragwürdig.
Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Abgeordneten erwarten hier mehr Offenheit seitens der Verwaltung und eine sachgerechte Informationspolitik im Vorfeld von solchen bedeutenden Entscheidungen.
Manfred Thier, Stadtverordneter
Fraktion DIE LINKE.
Stadtverband der LINKEN traf sich tournusgemäß und wählte Delegierte
Ein Schwerpunkt der Gesamtmitgliederversammlung der Luckenwalder LINKEN war die Wahl der Delegierten für die 1. Tagung des 3. Kreisparteitages der LINKEN Teltow-Fläming, der zugleich auch Wahlparteitag ist.
An der Spitze der gewählten siebenköpfigen Delegiertengruppe steht unsere Kreisvorsitzende Kornelia Wehlan.
Zu Beginn der Versammlung gab Hartmut Ukrow einen Bericht des Stadtvorstandes. Regelmäßig trifft sich der Vorstand zur Absprache der Aktivitäten im Stadtverband. Großen Anklang fanden z.B. in diesem Jahr der Grillnachmittag und die Fahrt zur Fläming-Skate. Besonderes Augenmerk wird auf die Betreuung der Mitglieder gelegt, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv am Parteileben teilnehmen können.
Auf die aktuell politische Lage eingehend, verwies Harmut Ukrow auf die Bedeutung der anstehenden Landtagswahlen in M-V und Berlin sowie der Bürgermeisterwahlen in unserem Landkreis. Ferner ist am 11. Oktober in der Zeit von 9-11 Uhr ein Infostand auf dem Marktplatz mit kommunalen Abgeordneten geplant.
Jürgen Akuloff informierte als Vertreter der Kreistags- und Stadtfraktion über aktuelle Fragen in der Kommunalpolitik. Die Kreistagsfraktion der LINKEN legt in Anbetracht der Schuldendebatte im Landkreis ihr besonderes Augenmerk darauf, dass bei allen Maßnahmen sozial ausgewogen agiert wird. In der Luckenwalder Stadtpolitik geht es aktuell um den Bebauungsplan Zapfholzweg II und die dort geplante Biogasanlage, die von vielen Luckenwalder BürgerInnen und auch von unserer Fraktion abgelehnt wird. Auch der Boulevard wird mehr in den Fokus des politischen Handelns rücken.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Öffentlichkeitsarbeit an den Beispielen des weiteren Zuspruchs am „LinksBlick“, der Gestaltung der Bildungsabende oder der Nutzung der neuen Medien. Beim Letzteren sind wir auf der Höhe der Zeit, bei der Ausrichtung von Infoständen haben wir noch Nachholbedarf, was sich in Zukunft ändern wird.
Manfred Thier
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